OSWIECIM nigdy wiecej
Auschwitz nie wieder
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Unter diesem Motto trafen sich rund 120 MotorradfahrerInnen aus der Bundesrepublik in der kleinen polnischen Stadt Oswiecim. Alle einte der Wunsch, den 50. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus an dieser Stätte des dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte zu einem auch persönlich bedeutsamen Ereignis werden zu lassen. Eingeladen zu dieser Motorrad-Bildungsfahrt hatte der Berliner Motorradclub "Friedrich Angels" in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Berlin-Wedding und der Aktion Sühnezeichen. Wir, Mitglieder und Freunde der Motorradclubs Kuhle Wampe Leipzig und Meerane, waren mit dabei.
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Die Anreise mit dem Motorrad war anstrengend. Ca. 600 Kilometer galt es möglichst schnell zurückzulegen. Dabei ist der schlechte Zustand der polnischen Autobahn für MotorradfahrerInnen gefährlich - mehrere Zentimeter Lücken und Höhenunterschiede zwischen einzelnen Betonplatten waren keine Seltenheit. Unterwegs trafen wir noch auf andere Teilnehmer der Bildungsfahrt und setzten den Weg gemeinsam fort. Jeder Teilnehmer erhielt vom Veranstalter ein kleines Leibchen, auf dem ein das Hakenreuz zerfahrender Motorradfahrer und das Motto der Fahrt gedruckt waren, eigentlich dazu gedacht, es sich um den Leib zu binden. Das hält natürlich nicht bei schneller Fahrt, so wurden diese Leibchen an das Motorrad geklebt, an Seitenkoffern befestigt oder um Zelte und Gepäckrollen gespannt.
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In den späten Abendstunden des 24. Mai 1995 trafen wir in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim ein, wo wir herzlich begrüßt und mit einem vorzüglichen Abendessen empfangen wurden. Unsere Motorräder stellten wir auf einem bewachten und umzäunten Parkplatz gegenüber ab - eine leider notwendige Maßnahme. Unter den Teilnehmern der Fahrt trafen wir viele Freunde und Bekannte aus anderen Kuhle-Wampe-Clubs wieder, lernten aber auch andere interessierte MotorradfahrerInnen kennen. Neue Freundschaften entstanden so am Lagerfeuer. Die Übernachtung erfolgte wahlweise im eigenen Zelt auf dem Gelände der Begegnungsstätte oder in den Zimmern der Herberge.
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In den späten Abendstunden des 24. Mai 1995 trafen wir in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim ein, wo wir herzlich begrüßt und mit einem vorzüglichen Abendessen empfangen wurden. Unsere Motorräder stellten wir auf einem bewachten und umzäunten Parkplatz gegenüber ab - eine leider notwendige Maßnahme. Unter den Teilnehmern der Fahrt trafen wir viele Freunde und Bekannte aus anderen Kuhle-Wampe-Clubs wieder, lernten aber auch andere interessierte MotorradfahrerInnen kennen. Neue Freundschaften entstanden so am Lagerfeuer. Die Übernachtung erfolgte wahlweise im eigenen Zelt auf dem Gelände der Begegnungsstätte oder in den Zimmern der Herberge.
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Der darauffolgende Morgen diente dann der Programmvorstellung durch die Mitglieder der Friedrich Angels und der deutschen Studienleiterin der Begegnungsstätte. Möglichkeiten gab es viele: Die Besichtigung der beiden Lager, KL Auschwitz I (Stammlager) und KL Auschwitz II - Birkenau, auf eigene Faust oder mit Führung, Gespräche mit Zeitzeugen, Videofilme zum Thema, die Nutzung der umfangreichen , z.T. deutschsprachigen Bibliothek, Gesprächskreise der Teilnehmer selbst aber auch Besichtigungsmöglichkeiten der Städte Oswiecim und Krakow. Diese Angebote standen mehrere Tage zur Auswahl, so daß es jedem selbst überlassen blieb, gleich die Lager zu besichtigen oder sich erst einmal dem Thema anderweitig zu nähern. Wir entschieden uns, das Lager Auschwitz II zunächst auf eigene Faust zu besichtigen und fuhren mit dem Bus nach Birkenau.
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AUSCHWITZ - BIRKENAU, die letzte Station des Leidensweges von Millionen Juden Europas, jetzt selbst an dem Ort zu stehen, wo Dr. Mengele über Leben und Tod der Ankommenden entschied, war für uns sehr bedrückend. Dazu das Wissen, daß Revisionisten wie David Irving sich über die Opfer lustig machen und die hier begangenen Taten leugnen. Hier in Birkenau bekamen wir vermittelt, was zuvor kein Geschichtsbuch und kein Film vermochte: eine Ahnung vom Ausmaß des Schreckens, des millionenfachen Leids, Verzweiflung, Hunger und Todes angesichts des riesigen Geländes, der wenigen übriggebliebenen Baracken und der gesprengten Überreste der Gaskammern und Krematorien. Eine Erinnerung, die sich ins Gedächtnis brennt.
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So ging es vielen, die die Nachtstunde am Lagerfeuer nutzten, um im Gespräch mit Freunden die gewonnenen Eindrücke zu verarbeiten.
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| Die Besichtigung des Stammlagers erfolgte mit einem ehemaligen Häftling des Lagers, der sich viel Zeit für uns nahm und alle Fragen geduldig beantwortete. Auch hier ein ständiges beklemmendes Gefühl bei der Besichtigung der Ausstellungen, Todeszellen, der Hinrichtungsstätte und der Gaskammer, verstärkt noch von den Erlebnisberichten des Überlebenden. |

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Am Samstag stand dann ein Motorradcorso vom Stammlager zum Lager Birkenau auf dem Programm. Obwohl anfangs unter den Teilnehmern umstritten, war dies eine eindrucksvolle Demonstration wider das Vergessen und zum Gedenken an die Opfer. Die gemeinsame Kranzniederlegung auf der berüchtigten "Rampe", wo die Züge entladen wurden, war sicherlich für alle der bewegendste Augenblick der Fahrt, obwohl oder gerade weil niemand imstande war, etwas zu sagen und wir nur mit unserem Schweigen der Opfer gedenken konnten.
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Nie wieder Auschwitz - nie wieder Faschismus!
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| René |
Mammi |
| MC Kuhle Wampe Meerane |
MC Kuhle Wampe Pleißenburg |
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| Fotos: René |
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